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Begabtenförderung am GZE

„Die Dogmatisierung von „Gleichheit" und Gleichberechtigung führt dann zu neuer Ungerechtigkeit, wenn damit die Unterschiedlichkeit aus den Augen verloren und somit eine optimale Förderung und Entwicklung der Verschiedenen verfehlt wird."

(Niedersächsisches Kultusministerium, Sept. 2006)

Das GZE stellt jedes Jahr eine Reihe von Förderangeboten bereit.

 

Wissenswertes:

Wissenswertes zum Thema "Förderung Besonderer Begabungen":

Allgemeine Definition:

Hochbegabung nennt man ein ungewöhnlich hohes Leistungspotenzial auf einem beliebigen Gebiet.

Hochbegabung und Intelligenz:

Hochbegabung und Intelligenz sind zwei Begriffe, die schwer voneinander zu trennen sind. Der Begriff der Intelligenz ist jedoch nur schwer zu definieren. Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Definitionen zum Begriff Intelligenz. Insgesamt sind sich aber alle einig in folgendem Grundverständnis:

  • Intelligenz ist die Fähigkeit eines Individuums, Problemsituationen anhand mentaler Erkenntnis- und Denkprozesse und weniger durch Erfahrungswissen konstruktiv zu lösen.
  • Intelligenz kann man nicht sehen und sie ist nur bedingt messbar. IQ-Tests können immer nur einen Teil abschätzen von dem, was im Alltag unter Intelligenz verstanden wird.

Aus den Ergebnissen solcher Intelligenztests hat man eine Normalverteilungskurve erstellt:

Normalverteilung der IQ

Wenn nun ein Kind besonders intelligent ist, bedeutet das jedoch noch nicht, dass es auch hohe Leistungen erbringt. Zahlreiche äußere Faktoren spielen bei der Entwicklung von Intelligenz zu Hochleistung eine Rolle:

Drei-Ringe-ModellDer amerikanische Psychologe Renzulli hat in einem Modell dargelegt, dass Hochleistung nur erzielt wird, wenn die Faktoren Kreativität und Engagement neben der Intelligenz ebenfalls hoch entwickelt sind.Konkret bedeutet das: ein Kind, das hohe intellektuelle Fähigkeiten hat, wird nur dann Hervorragendes leisten, wenn es sich von der Aufgabe angesprochen fühlt und wenn eine kreative Problemlösung gefragt ist.

Münchner Begabungsmodell nach HellerDer Münchner Psychologe Heller hat mit seiner Arbeitsgruppe die vielen Einflussfaktoren auf die Entwicklung der Leistung ausführlicher dargestellt:

Betrachtet man diese Faktoren, die alle einen Einfluss darauf haben, wie weit das Potential Intelligenz in eine tatsächliche Hochleistung umgesetzt wird, dann wird schnell klar, dass der Anteil, den Schule dabei hat, zwar wichtig, nicht aber der einzig entscheidende ist.

Eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus ist daher gefragt und wird sich förderlich auf die Begabung eines Kindes auswirken.

Kooperationsverbund:

Informationen zum Kooperationsverbund:

2006 gründete das Gymnasium Bad Zwischenahn-Edewecht zusammen mit den Grundschulen Ofen, Friedrichsfehn und der Grundschule Am Wiesengrund in Bad Zwischenahn einen Kooperationsverbund (KOV) „Begabtenförderung". Die Grundschule am Wiesengrund ist im Jahr 2015 aus dem Verbund ausgetreten.

Die Arbeit des KOV wird durch eine Steuergruppe koordiniert, in der Vertreter aller Schulen zusammenkommen. Das GZE wird in diesem Gremium durch Herrn Hümme vertreten.

In regelmäßig stattfindenden Sitzungen tauschen sich die KOV-Schulen aus und arbeiten an einem gemeinsamen Konzept. Dadurch können besondere Begabungen (die nicht zwingend mit hervorragenden Zeugnisnoten einher gehen) früh erkannt, individuell gefördert und weiterentwickelt werden.

In der Vergangenheit gab es bereits mehrere gemeinsame, schulformübergreifende Projekte

teilweise in enger Zusammenarbeit mit der Carl-von-Ossietzky-Universität in Oldenburg.

 

Förderungsarten:

Förderungsarten:

Förderung durch Enrichment:

Als favorisiertes Modell zur Förderung besonders begabter Schülerinnen und Schüler dient ein sogenanntes Enrichment-Programm. In diesem werden Inhalte thematisiert, die im normalen Unterricht nicht vorkommen. Enrichment ersetzt also nicht das übliche Unterrichtsangebot, sondern ergänzt dieses.

Die Enrichmentangebote werden auf unterschiedliche Weise organisiert. Neben den in den Unterricht integrierte Maßnahmen (bilingualer Unterricht) gibt es „Pull-out"-Angebote, Arbeitsgemeinschaften und Blockseminare.

Erläuterung zu den möglichen Organisationsformen:

  • Bilingualer Unterricht
  • „Pull-out":
    • Ein(e) Schüler(in) arbeitet selbständig in der Bibliothek an einem Wettbewerb, einem Projekt o.ä. Es steht ein(e) Mentor(in) zur Verfügung, der die Arbeit betreut und den Schüler berät. Die Beratungszeiten mit dem Mentor werden in individueller Absprache getroffen. Der Schüler entscheidet in Absprache mit dem Fachlehrer selbst, wann er den regulären Unterricht verlässt und an seiner Aufgabe arbeitet. Ein verbindlicher Lernvertrag zwischen Schülern, Schule und Eltern wird abgeschlossen und gibt der Maßnahme den nötigen Rahmen. Wünschenswert ist eine Präsentation der Arbeitsergebnisse am Ende des Halbjahres für Eltern, interessierte Mitschüler, das Jahrbuch oder eine andere Art der Leistungsanerkennung.
  • Arbeitsgemeinschaft:
    • Schüler arbeiten in einer AG, die speziell für besonders Begabte eingerichtet wird. Das Lern- und Arbeitstempo sowie das Niveau sind auf „Schnell-Lerner" abgestimmt. Die Kursstärke sollte eine Größe von 10-12 Schüler nicht übersteigen.
  • Blockseminare:
    • Schülerinnen und Schüler arbeiten 2-3 Tage intensiv an einem Thema. Sie werden hierfür vom Schulunterricht freigestellt. Blockseminare erfreuen sich großer Beliebtheit, da sie den teilweise sehr vollen Stundenplänen der Schüler(innen) entgegen kommen.

Förderung durch Acceleration:

Acceleration, d.h. das Überspringen eines Schuljahres, zählt ebenfalls zu den Begabtenfördermaßnahmen unserer Schule.

In den Verordnungen über die Durchlässigkeit sowie über Versetzungen und Überweisungen an den allgemein bildenden Schulen (Durchlässigkeits- und Versetzungsverordnung) wird in § 6 geregelt, dass auf Beschluss der Klassenkonferenz und mit Einverständnis der Erziehungsberechtigten ein Schüler einen Schuljahrgang überspringen kann, wenn er nach den gezeigten Leistungen und bei Würdigung der Gesamtpersönlichkeit fähig erscheint, nach einer Übergangszeit in dem künftigen Schuljahrgang erfolgreich mitzuarbeiten.

Die Schülerinnen und Schüler, die diese Möglichkeit in Anspruch nehmen, werden intensiv beraten und der Einstieg in die höhere Jahrgangsstufe wird pädagogisch begleitet. Grundsätzlich gilt an unserer Schule jedoch der Grundsatz: Enrichment vor Acceleration.

 

 

Schülerauswahl:

Wie werden Schülerinnen und Schüler für die Hochbegabtenangebote ausgewählt?

 Aus Sicht der Schule soll als besonders begabt ein junger Mensch angesehen werden, der dauerhaft Leistungen auf einem oder mehreren Wissensgebiet zeigt, die über das Niveau seines Jahrgangs hinausgehen, und der durch ungewöhnliche Äußerungen verblüfft, die auf ein tiefer gehendes Verständnis oder auf kreative Problemlösung schließen lassen. Einen qualitativen Sprung zwischen Begabten und Hochbegabten gibt es nicht, die Grenzen sind fließend und kontinuierlich. An unserer Schule wird deshalb allgemein von „besonders Begabten" gesprochen.

Die für die Förderung in Frage kommenden Schülerinnen und Schüler werden auf unterschiedlichen Wegen erfasst:

  1. Sie werden durch die drei kooperierenden Grundschulen gemeldet und können gleich in passende Maßnahmen einsteigen.
  2. Sie werden durch die sie unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrer ausgewählt. Dies geschieht in der Regel anlässlich der Zeugniskonferenzen (frühestmöglicher Zeitpunkt: Halbjahreszeugnis Klasse 5) sowie in den Konferenzen zur Individuellen Lernentwicklung (ILE), in denen alle in einer Klasse unterrichtenden Lehrer anwesend sind. In diesem Gremium kann eine pädagogische Entscheidung zur Empfehlung der Förderung nicht nur über das Notenbild erfolgen, sondern auch durch den Austausch von Beobachtungen im Unterricht. Besondere Begabungen in einzelnen Fachbereichen können so bekannt gemacht und speziell gefördert werden.

Die Schülerinnen und Schüler, die in der Zeugniskonferenz benannt werden, erhalten einen Eintrag im Zeugnis, aus dem die Empfehlung hervorgeht, am Programm für besonders begabte Schüler teilzunehmen. Die Schülerinnen und Schüler werden daraufhin angeschrieben und bekommen die Möglichkeit, aus dem jeweils aktuellen Programm zur Begabtenförderung ein für sie geeignetes Projekt zu wählen.

Wird ein Angebot wahrgenommen, so wird die regelmäßige Teilnahme im folgenden Zeugnis bestätigt. Außerdem erhalten die Schülerinnen und Schülern am Ende der Maßnahme als Teilnahmebescheinigung ein Zertifikat, auf dem die Maßnahme und die Schwerpunkte der eigenen Arbeit detaillierter beschrieben werden.

Intelligenztests und psychologische Gutachten spielen bei der Auswahl der geförderten Schülerinnen und Schüler eine untergeordnete Rolle.

Sollten Eltern eine besondere Begabung ihres Kindes feststellen, das Kind wurde aber (beispielsweise aufgrund seines Notenbildes) bis dato nicht als besonders begabt „erkannt", besteht die Möglichkeit der Kontaktaufnahme mit Herrn Hümme: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Links und Literatur:

Links und Literatur:

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Literatur:

  • Rohrmann, Sabine & Rohrmann, Tim: Hochbegabte Kinder und Jugendliche, Diagnostik – Förderung – Beratung, Ernst Reinhardt Verlag München 2005, 242 Seiten
  • Stapf, Aiga: Hochbegabte Kinder. Persönlichkeit, Entwicklung, Förderung. Verlag C.H. Beck, München 2003
  • Rost, Detlev H.: Hochbegabte und hochleistende Jugendliche, Waxmann 2000, 421 Seiten
    • Forschungsergebnisse aus der Langzeitstudie des Marburger Hochbegabtenprojekts.

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