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Junior-Forschertage in Mainz

IMG 5164Bericht über die Junior-Forschertage in Mainz

In diesem Jahr habe ich zum ersten Mal an der JuniorScienceOlympiade teilgenommen. Sie fand bereits zum 16. Mal statt und umfasst die Fächer Physik, Biologie und Chemie. Schüler und Schülerinnen, die jünger als 13 Jahre alt sind und besonders erfolgreich an der ersten Wettbewerbsrunde teilgenommen haben, werden zu einem mehrtägigen Seminar in das Naturwissenschaftliche Labor der Johannes Gutenberg-Universität Mainz eingeladen und experimentieren dort gemeinsam zum Thema Farbenlehre.

Mit insgesamt 19 Schülerinnen und Schülern in meiner Altersgruppe aus ganz Deutschland trafen wir uns am Sonntagabend in der Jugendherberge in Mainz. Gleich am Morgen ging es mit dem Bus von der Jugendherberge aus ins NaT-Lab. Wir erhielten Schutzbrillen und Laborkittel, und los ging es mit den Experimenten. In Vierer-Versuchsgruppen extrahierten wir aus verschiedenen Pflanzen wie Sandelholz, Birkenblättern, Saflor oder Krappwurzel mit Hilfe der Chemie Farbpigmente. Lorenz, Charlotte, Bellul und ich entwickelten aus Faulbaumrinde die Farbe Rot. Das bereitete ziemlich viel Mühe, und das Gläschen mit den roten Farbpigmenten hebe ich immer noch sehr gut auf. Aber wir haben nicht nur experimentiert, sondern wir hörten eine Menge aus der Chemie, zur Bedeutung der Farben und wie man früher mühevoll Farben aus Tieren und Pflanzen herstellte. Wir erfuhren, welche Farben ganz besonders teuer waren, wie z. B. das Königsblau aus der Indigo-Pflanze oder das Purpurrot aus der Purpurschnecke, die so viel kosteten, dass nur sehr reiche Leute – eben Könige – Stoffe in königsblau und purpurrot tragen konnten. Schon das Tragen dieser Farben war ein Zeichen dafür, wie reich man war. Wir stellten in weiteren Experimenten Fluorescein her, einen Leuchtfarbstoff, und wir machten einen super spannenden Versuch mit Trockeneis und flüssigem Stickstoff, bei dem der entstehende Rauch in beeindruckenden Wolken am Boden durch das Labor waberte.

Am Nachmittag starteten wir zum Schwarzlicht Minigolf, und den Abend verbrachten wir bei tollem Wetter im großen Park neben der Jugendherberge mit Spielen und Gesprächen. Das fand ich besonders schön, weil Zeit dafür war, so viele andere Kinder aus ganz Deutschland kennen zu lernen, die ich sonst wahrscheinlich niemals getroffen hätte. Und auch unsere Betreuer waren super nett, sie haben gemeinsam mit uns gespielt und uns sehr viel berichtet und beigebracht.

Am nächsten Morgen fuhren wir noch einmal ins NaT-Lab. An diesem Tag experimentierten wir mit Paprikapulver in der Dünnschichtchromatographie, von der ich vorher gar nicht wusste, was das ist, und dass sie zum Auftrennen von verschiedenen Stoffen genutzt wird. Und dann kam mein Lieblingsexperiment, bei dem wir mit der Farbe Indigo unsere mitgebrachten weißen T-Shirts einfärbten - zurzeit mein Lieblings T-Shirt! Wir erfuhren, dass der Spruch „Am Montag mach ich blau" daher kommt, dass die Färber ein ganzes Wochenende benötigten, um die Farbpigmente aus der Indigo-Pflanze in Bädern an die Fasern der zu färbenden Stoffe zu bringen. Am Montag hängten sie die zunächst noch gelben Stoffe ans Licht, welches die Stoffe dann blau umfärbte – und die Färber konnten „blau machen". Sie hatten also frei.

Die Teilnahme an diesem Wettbewerb hat ganz schön viel Arbeit gemacht und Freizeit gekostet. Deswegen wollte ich im nächsten Jahr gar nicht mehr teilnehmen und lieber blau machen :-) . Aber diese Forschertage in Mainz waren eine so tolle Belohnung, dass ich auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder bei den Teilnehmern dabei sein werde.

Konstantin van Mark

Konstantin van Mark wurde vom IPN in Kiel zu den JuniorForscherTagen in Main eingeladen. Es handelt sich dabei um eine Einladung, die die besten 20 Teilnehmer unter den bis zu 12-jährigen der Junior Science Olympiade erhalten. Dieses Jahr haben bundesweit insgesamt etwa 4500 SuS an dem Wettbewerb teilgenommen.

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