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Projekttage 2022: Wie soll Erinnerung in Zukunft aussehen?

 

Im Rahmen der Projekttage im März 2022 hat sich eine Gruppe von 17 Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 11 und 12 drei Tage lang in der Gedenkstätte „Alte Pathologie“ in Wehnen mit der Frage beschäftigt, wie Erinnerung in Zukunft aussehen soll.

Am ersten Tag (29.03.22) traf sich die Gruppe mit den Lehrerinnen Frau Wetter und Frau Kähler an der Gedenkstätte auf dem Gelände der Karl-Jaspers-Klinik in Wehnen. Vor Ort gab es eine Einführung in das Thema und Informationen dazu, woran in der Gedenkstätte heute erinnert wird, nämlich an die etwa 1500 Krankenmorde in der damaligen „Heil- und Pflegeanstalt Wehnen“ während der Zeit des Nationalsozialismus. Die Referenten waren Dr. Ingo Harms, der sich seit langem wissenschaftlich mit den Krankenmorden beschäftigt, sowie Birgit Asmus, die sich beide ehrenamtlich in der Gedenkstätte engagieren. Die Projektteilnehmer/innen konnten sich hier in den Räumen der Alten Pathologie einen ersten Eindruck vom Thema verschaffen und sich außerdem über das Mahnmal auf dem Außengelände dem Thema nähern, das seit etwa 20 Jahren an die Geschehnisse erinnert. P1110346

Im Anschluss trafen sich alle Teilnehmer/innen zur Weiterarbeit im Dorfgemeinschaftshaus in Ofen, wo ausreichende Räumlichkeiten zur Verfügung standen. Die Referenten führten die Gruppe hier mit einem ausführlichen und anschaulichen Vortrag in die Hintergründe des Themas ein, das heißt in die Ideologie, die den Krankenmorden zu Grunde lag. So erfuhren die Schüler/innen beispielsweise, dass der menschenverachtende Umgang der Nationalsozialisten mit psychisch Kranken seine Ursprünge schon deutlich vor 1933 hatte und auf akademischen Theorien basierte, die nach der „Machtergreifung“ durch Hitler in die Tat umgesetzt wurden.

Die beiden folgenden Projekttage (30. u. 31.03.22) waren der Arbeit in kleineren Gruppen gewidmet, wozu sich die Projektteilnehmer/innen wahlweise mit Originaldokumenten einer Patientin (Lisa Habben) beschäftigen, einen Spielfilm zum Thema („Nebel im August“, 2017) untersuchen oder ein speziell für die Gedenkstätte entwickeltes Computerspiel („Spuren auf Papier“, 2021) ausprobieren konnten. Alle Gruppen waren mit ihren jeweiligen Materialien sowie einer Auswertung unter der Fragestellung des Projektes intensiv beschäftigt; die Ergebnisse der Gruppen zeigen, wie tiefgehend sich die Teilnehmer/innen mit dem Thema auseinandergesetzt haben.

In einer Schlussrunde am letzten Projekttag äußerten sich die Schüler/innen, aber auch die beiden Lehrer/innen sehr positiv über die Möglichkeit, sich einmal ganz anders mit Geschichte zu befassen, als dies im regulären Unterricht möglich ist. Auch die Referenten zeigten sich erfreut über das große Engagement und Interesse der Gruppe.

Informationen zur Gedenkstätte Wehnen

 

 

 

„Schindlers Liste“ – Vortrag und Lesung von Erika Rosenberg

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Wer kennt ihn nicht, den bekannten Film „Schindlers Liste“ von Steven Spielberg aus dem Jahre 1993? Doch hat sich wirklich alles so zugetragen, wie im Film berichtet? Erika Rosenberg, die eine Freundschaft mit Emilie Schindler verband und die in langen Gesprächen Material sammelte, veröffentlichte 1997 eine Biografie über Emilie Schindler. Es folgten weitere Veröffentlichungen wie z. B. 2012 ein Werk über Oskar "Schindlers Helfer". In ihren Erzählungen macht sie immer wieder auf Unterschiede zwischen Film und Realität aufmerksam, wie die Rolle von Emilie Schindler.

Am 23. November 2021 besuchte Erika Rosenberg das Gymnasium Bad Zwischenahn-Edewecht und der Geschichtskurs ge3 des 13. Jahrgangs sowie alle 10. Klassen nahmen an ihrem Vortrag und ihrer Lesung zum Thema „Zivilcourage, Toleranz und Mut anhand der Vorbilder unbesungener Helden wie Emilie und Oskar Schindler sowie Carl Lutz" teil. Eingebettet wurde die Lesung in das Thema des Nationalsozialismus, was in der 10. Klasse sowie im 13. Jahrgang auf dem Lehrplan steht. Da aufgrund der Pandemiesituation keine Exkusionen stattfinden können, war dies eine gute Alternative, um den Geschichtsunterricht lebendig und abwechlungsreich zu gestalten.

  Hier ein Bericht über den Besuch auf der Blogseite von Erika Rosenberg.

Bewegte Zeiten. Sport macht Gesellschaft

Plakat Ausschreibung 2020Liebe Schülerinnen und Schüler,

das neue Thema des Geschichtswettbewerbes des Bundespräsidenten "Bewegte Zeiten. Sport macht Gesellschaft" greift ein Thema auf, was wir alle aus unserem Alltag kennen - Sport gehört zu unserem Leben, unserer Gesellschaft und zur Schule, egal ob wir ihn lieben oder hassen. In der Geschichte stehen oft Ereignisse, Kriege und Daten im Vordergrund, aber der Sport spielte bereits in der Antike bei den Olympischen Spielen eine wichtige Rolle. Im 19. Jahrhundert entwickelten sich in Turnerbunden und Vereinen oft politische Ideen die sich dann weiter in der Gesellschaft verbreiteten und nicht zu letzt wurde der Sport im Nazionalsozialismus ein wichtiges Instrument der Propganda. Diese einzelnen Beispiele zeigen, dass Sport die Gesellschaft und somit auch die Geschichte beeinflusst hat.

Die Koerber-Stiftung läd Kinder und Jugendliche ein sich auf historische Spurensuche zu begeben und in der Region oder der eigenen Familie zu forschen.

Beiträge können bis zum 28. Februar 2021 eingereicht werden. Es winken zahlreiche Geldpreise.

Weitere Informationen:

Erna de Vries

454px-Portrait Erna de VriesDie Holocaust-Überlebende Erna de Vries, die auch im Rahmen der vergangenen Projektwoche des GZE (initiiert durch die Kolleginnen J. Michel, K. Schmitz, V. Wetter und C. Wiggers) durch Ihre Vorträge und persönlichen Schilderungen die Herzen vieler Schüler und Kollegen erreichte und berührte, ist im Alter von 98 Jahren verstorben.

Die Schulgemeinde trauert.

Lesen Sie mehr zu Erna de Vries z.B. auch auf

Alltag in der Corona-Krise

2020 04 29 - Banner Mitmach-Aktion Koerber StiftungLiebe Schülerinnen und Schüler,

die aktuelle Situation ist für uns alle neu und sie ist eine Krise, die in die Geschichte eingehen wird. Ihr seid also alle Zeitzeuginnen und Zeitzeugen dieser Krise. Daher seid ihr auch dazu aufgefordert für die Nachwelt vom Alltag in dieser Krise zu berichten.

Die Körber Stiftung hat zu einer Mitmach-Aktion aufgerufen bei der ihr bis zum 15. Mai 2020 euren Alltag dokumentieren könnt und sozusagen "Geschichte für morgen" schreibt.

"Geschichte für morgen. Unser Alltag in der Corona-Krise"

Die genauen Teilnehmerbedingungen erfahrt ihr hier:

Mitmach-Aktion Körber Stiftung

Homeschooling mal anders – ein Zeitzeugengespräch mit Livia Fränkel

K1024 K Heddinga und L FraenkelDas Homeschooling nicht einsames und langweiliges Lernen zu Hause sein muss, konnten einige Schülerinnen und Schüler des 12. Jahrgangs mit ihrer Geschichtslehrerin Valérie Wetter vom Gymnasiums Bad Zwischenahn-Edewecht erleben. Sie konnten an einem online Zeitzeugengespräch mit Livia Fränkel aus Schweden teilnehmen, welches vom der KZ-Gedenkstätte Neuengamme organisiert wurde.

Livia Fränkel, geb. Szmuk 1928, berichtete am 4.5.2021 über ihre Kindheit in Rumänien in Sighet, wo sie mit ihrer Schwester Hédi und ihren Eltern aufgewachsen ist. Den Jahreswechsel 1943/44 erlebten die beiden Schwestern in der Erwartung eines baldigen Kriegsendes. Doch diese Hoffnung wurde zu Nichte gemacht, da im März 1944 Ungarn von den Deutschen besetzt wurde und die Rassengesetze eingeführt wurden. Zuerst mussten sie den Judenstern tragen, verloren ihren Besitz und mussten schließlich in ein Ghetto umsiedeln. Am 15. Mai wurden sie in Viehwagons nach Auschwitz transportiert und dort wurden die beiden Schwestern von ihren Eltern getrennt - diese wurden direkt nach der Ankunft vergast. Die beiden Schwester Livia und Hédi wurden ebenfalls getrennt, doch sie schafften es wieder zusammen zu kommen. Sie kamen ins KZ Neuengamme und anschließend nach Bergen Belsen und erlebten dort die Befreiung Deutschlands. Nach Kriegsende kamen beide Schwestern nach Schweden zur Rekonvaleszenz für sechs Monate, doch sie blieben dort und bauten sich ein neues Leben auf.

Unesco Projektschule

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Begabtenförderung

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Umweltschule in Europa

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