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Mit dem Ur-Ur-Opa Geschichte geschrieben

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2017 09 07 - Mit dem Ur OpaBad Zwischenahn - Die viele Arbeit hat sich gelohnt: Zwei Landessiege und einen Förderpreis haben Schülerinnen des Gymnasiums Bad Zwischenahn-Edewecht beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten gewonnen. Bei der Preisverleihung im Alten Rathaus in Hannover haben Lynn Niepmann, Hanna Koch und Martha Grüning sowie Ida Dierks ihre Urkunden von Sven Tetzlaff von der Körber-Stiftung und Cornelia Hartwig aus dem Kultusministerium Niedersachsen in Empfang genommen.

In der zweiten Runde des Wettbewerbs, im November, haben die Schülerinnen die Chance auf einen Bundessieg.

Lynn Niepmann, während der Entstehung ihrer Arbeit Schülerin einer 6. Klasse, hatte mit Unterstützung ihrer Tutorin Britta Wehen und mit Hilfe von Studenten der Universität Oldenburg über ihren Ur-Uropa geforscht.

Ausgehend von einer Fotografie machte sich die junge Forscherin auf die Suche nach ihrem Vorfahren, schrieb einzelne Kirchengemeinden, das Landeskirchenarchiv Kiel, das Hebbel-Museum Wesselburen und weitere Experten an und erfuhr so nach und nach mehr über das Leben ihres Ahnen.

Unter dem Titel »Das Leben meines Ur-Ur-Opas Pastor Niepmann am Meer in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts« entstand ein Film, der über das Leben ihres Ur-Uropas, der von Bayern an die See zog und dort in verschiedenen Kirchengemeinden tätig war, berichtet. Dieser Film brachte Lynn den Landessieg.

Einsehehen kann man den FIlm in diesem Beitrag

Hanna Koch und Martha Grüning, damals ebenfalls Schülerinnen einer 6. Klasse, holten ihren Landessieg mit einem zwanzigminütigen Audiobeitrag über Rebekka, 73 Jahre alt und in Tel Aviv lebend. „Religionswechsel – Der Sprung in eine andere Welt" berichtet über das Leben der Großtante von Hana Koch: Von ihrer Kindheit im Klosterinternat in Unterfranken, von ihrer Ehe in Paris, ihrer Auswanderung nach Israel und ihrer Konversion vom christlichen zum jüdischen Glauben. Der Beitrag basiert auf einem Interview mit ihr.

Den Förderpreis gewann Ida Dierks, ebenfalls aus dem damaligen 6. Jahrgang, die ein Zeitzeugen-Interview mit ihrer 1945 aus Pommern geflüchteten Großmutter führte. Themen waren die Bedeutung von Religion für sie während der Flucht und in der Nachkriegszeit in Cloppenburg und später im Ammerland.

Ida Dierks zieht in ihrer Arbeit außerdem einen Vergleich zwischen der damaligen Flüchtlingssituation und der heutigen Situation.

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